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2 (1791)
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358dann das fehlerhafte Kind von der Zahl derer,die Gott schon wegen ihrer guten Vorsätze liebhabe, in der Stunde des Religionsunterrichtsso lange absonderten, bis es offenbare Bewei-ſe von Reue und Beſſerung giebt müſſenSie es nicht gestehen, daß diese Strafe, wenndas Kind nur noch nicht ganz verwildert ist,die allerempfindlichste seyn würde? MüssenSie es nicht gestehen, daß Sie auf die Artauch den wahren Zweck der Religion am wirk-samsten befördern könnten?Ich bitte Sie alſo im Namen aller Freundeder Religion: Vermeiden Sie in Zukunft jenewillkührliche Strafen beim Unterricht in derſel-ben! Das Joch der Lehre Jesu ist sanft, undihre Last ist leicht und wehe dem, der jenesunsanft, und diese schwer und drückend zu ma-chen sucht! Haben Sie noch einiges Gefühlfür das Wahre und Gute, und ist es Ihnennoch nicht ganz einerlei, wie Ihre Lehrlingedie Religion einst betrachten werden; so zwei-fele ich nicht, diese wohlgemeinte Erinnerungwird nicht umsonst aus meiner Feder geflossenseyn. 2c.Ein