225Ich könnte noch mehrere Gründe hinzusetzen,könnte Ihnen z. B. noch zeigen, daß es bei jenerBelehrung schlechterdings nothwendig sey, sowohldie Neugierde als die Einbildungskraft der Kinderdurch sinnliche Anschauung, durch Vorzeigungder zur Erläuterung dienenden Gegenstände anThieren, und — was mir hier besonders ge-fälltMann, der durch seine eigne Erfahrungen in diesenGesichtspunct gestellt wurde, und dessen Worte,vermöge seines größern, ehrwürdigern Ansehens;gewöhnlich bei den Kindern die Orakelsprüche gelten.Das erste läßt sich bei der jetzigen Generation derSchullehrer nicht vorausſetzen, das zweite kannman sehr selten von ihnen erwarten, und das dritteſchließt wenigſtens die jüngern Schullehrer aus, dieaber denn doch wohl vielleicht nicht ausgeschlossenseyn wollten. Aus allen diesen Fällen sieht man,daß es, gelinde gesagt, äusserst gefährlich sey, dieSache zu einem Gegenſtande des öffentlichen Unter-richts zu machen. Sie kann nur etwas für den Pri-vatunterricht seyn, und auch das nur noch bei einemdenkenden Privatlehret, und wenn die Väter undMütter der Kinder die nöthige Geschicklichkeit dazuhätten; so würden diese, weil sie gewöhnlich dasmeiste Ansehen bei ihnen haben, ohne Zweifel nochdie allerbesten Lehrer darin seyn.A. d. H.
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1 (1790)
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