224selbst es weiß, manches schlüpferige Bild mitunterfliessen lassen, und ein solches Bild wirdleicht von den Kindern aufgefangen, in Gedan-ken weiter ausgemalt, und dann zur Erregungdunkler, sinnlich angenehmer Begierden ge-braucht. Sollte nun also der Unterricht vonder Erzeugungsart des Menschen überall einZweig des öffentlichen Schulunterrichts wer-den; so würden natürlicher Weise die schechtensowohl, als die guten Schullehrer sich damitbefassen. Und welches Unheil würde dann ent-stehen? Wagte es aber auch nur ein einzigerSchullehrer, diesen Unterricht öffentlich zu er-theilen, und er wäre auch wirklich geschickt da-zu, fände auch Beifall und spürte Nutzen da-von; so würden die übrigen Lehrer in seinerGegend ihm gewiß bald folgen, ohne weiterzu untersuchen, wie viel dazu gehöre *).Ich*) Ueberhaupt glaube ich, daß ein solcher Unterrichteinen Lehrer erfordere, welcher entweder diesen Un-terricht selbst schon in seiner Jugend auf eine ganzzweckmäßige Art erhalten hat, oder ein Philosoph ist,der ohnehin die Sache aus einem würdigen, erhab-nen Gesichtspuncte betrachtet, oder ein bejaͤbtterMann
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1 (1790)
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