105Hiebenter Brief.An Herrn Schullehrer A***.Meinen ersten Brief haben Sie empfangen,liebster FreundIch zweifele nicht daran, erwird Sie in Ihrem Eifer für die beste, gewissen-hafteste Verwaltung Ihres Amts gestärkt haben;und eben deswegen gewährt es mir Vergnügen,mich von neuem mit Ihnen zu unterhalten:Sie werden sich noch daran erinnern, daßder erste Zweck des Schulunterrichts auf die Bil-dung des Verstandes der Kinder gieng. Erlau-den Sie daher, daß ich daraus jetzt einmal einigewichtige Folgen herleite!Wenn nämlich der Verstand gleichsam auf-wachsen und lebend erhalten werden soll; so ist esoffenbar, daß er auch gehörig genährt werdenmüsse. Und diese Nahrung des Verstandes bestehtohne Zweifel aus Begriffen. Mögen sie nun soſeicht oder ſo tieffinnig, ſo dunkel oder ſo klar,G 5*) M. s. den zweiten Brief. S. 13.
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1 (1790)
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