47Vierter Brief.J**An HerrSchullehrer1.Der hat die Kinder recht in der Furcht“ hörteich neulich einen Mann von Ihnen sagen, als ge-rade von Schullehrern überhaupt die Rede war.Ich erkundigte mich darnach, was er darunterverstehe. „O, gab er zur Antwort, seine Schü-ler laufen vor ihm, wenn sie ihn auch nur in derEntfernung erblicken. Keiner darf sich von ihmauf der Straße ertappen lassen, und die Einwoh-ner des Dorfs wissen deswegen nicht genug vonihm zu rühmen. Sie glauben alle, die güldenenZeiten wären für die Kinderzucht da, seitdem siediesen Schulmeister haben. Und, in der Schuleselbst. — da sollte sich einmal einer unterstehen,auch nur ein unzeitiges Wort zu reden. — wieübel würde ihm das bekommen! Kurz! Es istein Mann, der die muthwilligen Knaben herrlichzu Paaren zu treiben weiß.Ich kenne diese Sprache schon. Sie wird lei-der! nur zu oft von unwissenden Eltern geführt.der so oft ich sie höre, fühle ich in meinem In-ner.
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1 (1790)
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