222naue Rücksicht zu nehmen, als in diesem Stü-cke. Die Materie ist ohnehin schon an sichselbst für jeden Menschen anziehend. Sobalder auf die Fragen stoͤßt: Wie und woher binich entstanden? so wünscht er die Frage auchbeantworten zu können. Es ist eine Sache,die ihm nahe liegt, die seine eigne Person, seinDaseyn betrifft. Wenn nun also einem unfä-higern Kinde hier irgend etwas im. Dunkelbleibt, und es fühlt und erkennt es: dies istmir noch dunkel; so ist seine Neugierde ange-reizt. Des anderweltigen Nachforschens undNachfragens ist kein Ende. Seine Phantasiebleibt immer rege, und eben dadurch wird dienachherige befriedigende Erkenntniß der Sacheschädlich, wenn es auch nicht, wie es doch sooft geschieht, auf den unrechten Mann traf,der ihm zu dieser Erkenntniß verhalf. Wiekann aber wohl ein Lehrer in einer öffentlichenSchule unter so vielen Kindern wissen, ob derVerstand jedes einzelnen Kindes durch seinenUnterricht befriedigt, und die Phantasie dessel-ben dadurch ganz in Ruhe gesetzt worden sey?Ausserdem kann das eine mehr durch religiöseGefühle, das andere mehr durch Empfindunggen der Liebe gegen die Eltern, das dritte mehrdurch
Druckschrift
1 (1790)
Seite
222
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten