218forschen. Und wenn sie dann in diesem Nachfor-ſchen von ſchmutzigem Geſinde oder wohllüſtigenMitschülern und Mitschülerinnen geleitet werden;so hat ein solcher Zuwachs ihrer Erkenntniß einengewiß in jeder Rücksicht unglaublichen Schaden.Auch ist es nicht zu leugnen, daß der Lehrer beider bisherigen Lage des öffentlichen Schulunter-richts in vielen Fällen, wie z. B. auch dann,wenn er das sechste Gebot im mosaischen Dekalogerklären sollte, in eine nicht geringe Verlegenheitgerathen muste — eine Verlegenheit, die er aller-dings sich ersparen würde, wenn es einmal einge-führt wäre, von dieser Sache geradezu zu spre-chen.Allein dessen ungeachtet glaube ich, daß esauf keine Weise rathsam sey, in einer öffentli-chen, und noch weniger, in einer vermischtenSchule, wo Knaben und Mädchen zugleich zu-sammen kommen, einen Unterricht von der Art zugeben; und zwar aus folgenden Gründen:1) Das Gefühl der Schamhaftigkeit würde da-durch in hohem Grade geschwächt werden.Denn es erfordert seiner Natur nach Heimlich-keit und Zurückhaltung, und sobald daher voneiner
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1 (1790)
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