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210auf antworten können. Fort mit allen fal-schen, unrichtigen Antworten! Sie sind frei-lich oft ein Nothbehelf für solche Lehrer, denenes zu sehr an Gegenwart des Geistes fehlt, alsdaß sie nie durch Fragen irre gemacht werdensollten. Allein sie sind auch die Keime zu Irr-thümern und Vorurtheilen. Lieber erinnernSie das fragende Kind mit der Miene der Be-scheidenheit, daß die menschliche Erkenntnißüberhaupt schon ihre Gränzen habe, und daßalso nothwendig auch Ihre Erkenntniß insbe-sondere beschränkt seyn müsse. Sonst wird esIhnen ohne Zweifel bald nachahmen, und ent-scheidende Urtheile über Dinge fällen, welcheausser dem Kreise der Gewißheit liegen. Eswird, aufgeblasen von dem Dünkel der Klug-heit und Gelehrsamkeit, in völliger Unwissen-heit bleiben. Denn was man zu verstehenglaubt, ob mans gleich wirklich nicht ver-steht, das untersucht man hernach nicht mehr.5) Ferner lehnen Sie die Fragen eines Kindes ab,wenn die Antwort ihm keinen Nutzen verschaffen kann. Denn auf seinen Nutzen muß im-mer genaue Rücksicht genommen werden, undzwar nicht bloß auf seinen zukuͤnftigen, son-dern