Druckschrift 
1 (1790)
Seite
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183den schon vor der Zeit für einen Gelehrten. Mandachte, es sey Schade, ihn hinter dem Pflugehergehen, oder auf einem Werkstuhle sitzen zu las-sen. Man erinnerte sich nicht daran, daß ernur das Sprachrohr sey, wodurch ein Predigeroder der Verfasser eines Buches rede.Ich wüste nicht, wie das Räthsel auf eine na-türlichere Art aufgelöst werden könnte. Dennüberhaupt genommen rührt es ja nur daher,daß so viele Menschen für wahre Gemeinnützigkeitmehr oder weniger verdorben sind, weil entwe-der ihre Kräfte Leibes und der Seele zu genauerErfüllung der Pflichten ihres Standes nicht hin-reichen, oder weil sie wider ihre Neigung dieseoder jene Lebensart erwählen musten, oder weildieſe Neigung dazu auf eine ungerechte Art unddurch falsche Bewegungsgründe hervorgelocktwurde.Sollte es nicht also auch aus diesem GrundeIhre höchste Pflicht seyn, für die Entwicklung al-ler Seelenkräfte Ihrer Lehrlinge zu sorgen, ohnedas Gedächtniß derselben allein oder doch in vor-Und müs-züglicherm Grade zu beschäftigen *)senM.4*) Eine ſehr ſchöne Abhandlung des Herrn Campevon