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168fordert oft mehr, oft weniger Sprachkenntniß.Allein im Grunde ist und bleibt sie doch nur Ne-bensache. Sie soll und darf der Hauptsache nichthinderlich werden, soll und darf niemals Zweck,sondern immer nur Mittel seyn zur Erweiterung,Berichtigung und Vervollkommnung unserer Begrif-fe. Was hilfts, ob jemand englisch, französisch,italiänisch rc. plaudern kann, wenn er übrigensein ausgemachter Thor von der fadesten Sacher-kenntniß ist? Was hilfts, ob er, gleich denehemaligen Sophisten, mit frecher Stirne denprahlenden Schein der Weisheit usurpirt, undvon seiner Sprachkunde berechtigt zu werdenglaubt, allenthalben mit diktatorischen Macht-sprüchen hervor zu fahren, wenn ein Sokratesdurch die simpelsten Fragen von der Welt seineUnwissenheit enthüllen, und ihn auf einmal zumStillschweigen bringen kann?Nein, mein Freund! Sie sollen nicht sowohldie Seelen Ihrer Lehrlinge mit Kenntnissen über-füllen, als vielmehr ihre Beurtheilungskraftſchärfen, damit ſie fähig werden, die beſte Aus-wahl darunter zu treffen. Sie sollen nicht so-wohl dafür sorgen, daß sie mehr wissen, alsandere Menſchen von ihrem Stande, ſondernviel⸗