166sen. Dies ist eine ungemein wichtige Regel.Viele Eltern glauben, es könne den Kindern aufkeine Weise schaden, wenn sie von allem etwaslernen, und, wie man sagt, soll dies auch IhrGrundsatz seyn. Allein ich dächte, beim Unter-richt eines Kindes müste man allemal nicht nurauf seine gegenwärtigen Bedürfnisse sehen, unduntersuchen, ob auch der Unterricht seinem Alterangemessen und seinen Kräften nützlich sey, son-dern man müste auch den Stand, wozu es be-ſtimmt iſt, vor Augen behalten, und der künfti-ge Gelehrte, der künftige Kaufmann, Künstler,Handwerksmann und Bauer — alle müsten siedeswegen auch auf verschiedene Art und in ver-schiedenen Stücken unterwiesen werden, damitjeder unter ihnen zu seiner Berufsart die noͤthigen Vorkenntniſſe mitbringen könnte,Wenn z. B. in so mancher Schule, wo mandie lateiniſche Sprache treibt, faſt jedes Kind zurErlernung dieser Sprache angehalten wird — wo-zu das? Kann wohl etwas zweckloser seyn, alsdieses? Wird der künftige Kaufmann, derKünstler rc. sehr viel Nutzen daraus ziehen?Lehrts nicht die Erfahrung, daß Leute von dieserArt, und wenn sie auch in allen ihren Jugend-jah=
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1 (1790)
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