Druckschrift 
1 (1790)
Seite
159
Einzelbild herunterladen
 

159Und wozu denn auch die zahllose Menge vonKenntnissen, womit man ihren Verstand zu glei-cher Zeit überschwemmt? Soll der Jüngling,soll der Mann denn gar nichts mehr zu thun be-halten? Soll das Kind schon Jüngling undMann zugleich ſeyn? Soll ſeine Seele zur Zeitihrer natürlichen Schwäche mit Gewalt zu einerunnatürlichen Stärke hinaufgekünstelt werden?Soll es schlechterdings seinem Alter gleichsam zu-voreilen, damit es älter scheine, als es ist?Soll es schlechterdings zu einem seichten Raison-neur gebildet werden, welcher allenthalben nurdie Oberfläche der Sache, und nirgends die Sa-he selbst kennt, und doch dabei sich die gelehrte-ste Miene zu geben weiß?Ist nicht eine solchesuperfizielle Erkenntniß mehr schädlich als nütz-lich? Wird man nicht wenigstens in vielen Fäl-len dadurch nur lächerlich?Ich habe (sagt Trembley in der Vorkredezu seinem Unterricht eines Vaters für seineKinder über die Natur und Religion *), ichhabe) Die fünf aus dem Französischen übersetzten Theiledieses Werks, welche in Leipzig 1776 80, gr. 8.derausgekommen sind, enthalten eine gründliche undange⸗