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1 (1790)
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160habe bei der Bearbeitung des Verstandes immermehr gesucht, ihn zu berichtigen, als ihn mitKenninissen zu beladen. Allezeit schien es mir /als wenn die Talente des Verstandes sich nicht sobald, als die Neigungen des Herzens entwickel-ten. Ja; es erhellet sogar aus vielen Beispielen /daß diejenigen nicht immer die schönsten undsten Genies sind, die sich am frühsten entwickeln-Man liebet die frühzeitigen Früchte des Verstan-des eben so, wie man früh getriebenes Obst, Kir-schen und Pfirsiche liebt *). Man bedenkt nicht /daß man eben so, wie man den Gewächsen schadet, wenn man sie zwingt, vor der Zeit Fruchtzu tragen, auch dem Verstande, und gewiß demKörperangenehme Unterweisung in der natürlichen undoffenbarten Religion. Der Verfasser ist ein berüdter Naturforscher und ein warmer Verehrer des Chri-stenthums. Lehrer könnten daher viel von ihm ler-nen, sogar den sanften, unterrichtenden Ton, wor-in sie zu Kindern sprechen sollen. A. d. H.) In denBriefen eines deutschen Greises an deut-sche Männer (Frankf. u. Leipz. 1787, 8.) klagtder Greis im 2ten Briefe ebenfalls darüber, daß un-sere Erziehungshäuser zu sehr den Treibhäusern äbneln.A. d. H.