1355) Ueben Sie oft das Sachgedächtniß allein,auch ohne Verbindung mit dem Zeichengedächt-nisse!I 4Herr Prof. Ehlers in Riel, ehemaliger Rector zuSegeberg, unter den Neuern einer der ersten, derdie alte Klage wiederholte, und jene gangbare Me-thode beim Sprachunterricht verwarf. M. s. dessenGedanken vom Dokabellernen beim Unterricht inSprachen. Altona 1771, 8. Und in der That!Man hatte Recht. Wenn mir ein Künstler ein In-strument giebt, und es ist auch noch so niedlich,aber ich weiß weder wie noch wozu ichs brauchensoll; so werde ich seiner bald überdrüßig; ich werfees bei Seite, und denke nachher kaum noch daran,daß ichs habe. Eben dies findet bei Kindern Statt.Sobald der Verſtand des Knaben anfängt aufzublü-ben, läßt er sich nicht mehr mit leerem Geklimpervon Schlüsseln begnügen, womit die Mutter denweinenden Säugling so oft beruhigte. Er suchtschon Spielwerkzeuge auf, die er zu brauchen weiß, unddie seine natürliche Liebe zur Thätigkeit befriedigenkönnen, z. B. einen Hammer, womit er sich mühsamein Loch in die Erde wühlt. Und wenden wir diesesauf das Vokabellernen an; so wird es ganz offenbar,daß nichts trockner und freudenloser für ihn seynkönne, als eben dieses. Er weiß die einzelnen Wör-ter noch nicht so zusammen zu setzen, daß ein Sinnherauskäme, der ihm Vergnügen machen könnte.Der
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1 (1790)
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