132ge zurück. Alles andere ist gleichgültiger, undwird daher auch leichter der Vergessenheit über-geben.3) Ueben Sie das Gedächtniß nicht auf Kostenanderer Fähigkeiten! Daß dies auf Kostender Denkkraft geschehen könne, wird Ihnennoch wohl aus dem Vorigen einleuchtend geblie-ben seyn. Allein eben so oft geschieht es aufKosten des guten Geschmacks. Denn was istes anders, als geschmackwidrig, wenn Sie dieKinder Strofen aus solchen Gesängen, dienicht einmal das Verdienst der Sprachrichtig-keit haben, vielweniger gesunde, von mysti-scher Theologie entfernte, Begriffe erwecken,auswendig lernen lassen? Ja, dieses ist nichtnur geschmackwidrig, sondern auch unver-nünftig, weil dadurch die erste Veranlassungzum Aberglauben, oder wohl gar zu nachhe-rigem Unglauben gegeben wird. Es müste al-so wenigstens allemal darin eine kluge, genauüberdachte Auswahl getroffen werden. Manmüste allemal untersuchen, ob dasjenige, wasdie Kinder memoriren sollen, nicht nur an sichselbst wahr, sondern auch richtig ausge-drückt sey. Ein falscher, oder ein unrichtigausge⸗
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1 (1790)
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