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1 (1790)
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131einer durchaus thätigen Kraft umschaffen; sowürden natürlicher Weise andere Seelenkräfte,3. B. die Beurtheilungskraft darunter leidenmüssen, und mancher Gelehrte hat vielleichtnachher eben deswegen sein Gedächtniß verlo-ren, weil es zu früh hervorgetrieben wurde.2) Ueben Sie das Gedaͤchtniß nie allein, sondernimmer in Verbindung mit einem oder mehrernandern Seelenvermögen! Wenn Sie den Kin-dern z. B. in irgend einer Wissenschaft Unter-richt ertheilen; so lassen Sie dieselben bei jederGelegenheit die Schätze ihres Gedächtnisses auf-schliessen, um in einem andern Fache der Wis-senschaft Aehnlichkeiten oder Verschiedenheiten zusuchen, und dadurch die zuletzt erhaltenen Be-griffe zu erläutern oder zu bestätigen. Dies istweniger Zwang, und daher auch angenehmer,als wenn ihr Gedächtniß immer absichtlich indiesem und keinem andern Puncte geprüftwird. Insbesondere aber muß die Einbil-dungskraft mit ins Interesse gezogen werden.Wüsten Sie diese allemal gehörig zu rührenund zu bezaubern; so würden Sie auch zu glei-cher Zeit in Ansehung des Gedächtnisses Wunderthun. Was die Empfindung traf, bleibt lan-geI 2