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126wenn er in den Winkel einer Stube hingesetzt wird,um z. B. einen Gesang auswendig zu lernen, derkein Interesse für ihn hat, weil er ihm nicht ein-mal verständlich geworden ist! Alles lebt an ihm.Jede seiner Nerven ist in Thätigkeit. Immer sindsie bereit, die Eindrücke der Aussenwelt aufzuneh-men, und ihre Kraft auf die Aussenwelt wiederzurückwirken zu lassen. Aber ihre Kraft wird undterdrückt. Ihre Empfänglichkeit findet nicht Nah-rung genug in dem Anblicke schwarzer Figuren aufweissem Papier. Tief in seinem Innersten fühlter den unbezwingbaren Drang zur Geschäftigkeit-Heisser Durst nach neuen Ideen belebt ihn. Gernmöcht' er an der Seite seines Lehrers oder seineVaters in Bergen und Thälern umherirren, umdiesen Durst zu befriedigen. Gern möcht' er ei-nem Schmetterlinge nachrennen, ihn haschen, ihseinem Lehrer, seinem Vater zeigen, mit ihm dieschoͤnen Farben dieses Geschoͤpfs bewundern, undsich so recht vieles dabei von ihnen erklären lassen.Oder wenigstens möcht' er doch gern wissen, waser lerne, und wozu ers lernen müsse. Allein dieErfahrung hat ihn schon gelehrt, daß diese Wün-sche vergeblich sind. Furcht vor der Strafe, ver-bunden mit der Begierde, von dieser Furcht be-freit zu seyn, hält ihn über seinem Buche fest.ternt,