121lungsart Einfluß haben, nennt man sie Grund-sätze. Und ist es nicht natürlich, daß auf sieim Jugendunterricht ungemein viel ankommenmüsse?Fehlt irgend etwas an der Wahrheit undDeutlichkeit solcher Grundsätze; so ist dieses im gan-zen Leben des Menschen von mehr oder weniger nach-theiligen Folgen. Nach ihnen richten sich alle übrigeVorstellungen, alle Urtheile, Neigungen, Abnei-gungen, Entſchlieſſungen und Handlungen, derGeschmack und das ganze Betragen desselben,In unsern Zeiten sieht man dies auch sehr wohltin. Wir sind zurückgekommen von jener mysti-schen Erziehungsmethode, wo man leider! so vielauf dunkle Gefühle baute, wo man selten an dieAufklärung seiner Grundsätze dachte, wo man dieganzTugend des Menschen auf stärkern Wallun-gen des Herzens und auf einer erträumten unmit-telbaren Vereinigung mit der Gottheit beruhenließ. Wir wissen es nunmehr, daß dies der ge-radeſte Weg ſey, die entſchiedenſten Kenntniſſemit Finſterniß zu umhüllen, oder wenigſtens ingewissen Zeitpuncten ganz unthätig, zu machen.Wir wiſſen, daß eine ſolche Erziehungsmethodeden Geist des Menſchen nach und nach einſchlä-fern, und ihn alsdann Goldtinkturen oder etwasähnliches suchen lehre. Und sollten wir denn nunfort-H 5
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1 (1790)
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