122fortfahren, dem kindlichen Verstande Begriffe zuüberliefern, ohne sie ihm vorher gehörig entwi-ckelt zu haben? Es geschieht freilich immer nochhäufig genug; und daher kommts auch, daßnoch so viele ihre Kenntnisse roh und unausgebil-det zu lassen pflegen, so viele hinter ihrem Zeital-ter zurückbleiben. Aber wird denn die Sacheselbst wohl jemals unschädlich? Man will ja dieKinder erst zum Denken anführen, und darfalso doch wohl nicht voraussetzen, daß sie schondenken können.Ich bitte Sie daher, liebster Freund! ja, ichbeschwöre Sie, verirren Sie sich niemals bis zuder phlegmatischen Trägheit jener hirnlosen Lehrer,die in einem gewissen bestimmten Kreise sich hinund her schleppen, ohne auch nur daran zu den-ken, daß die Kinder — Kinder sind, denen allesIch bitteverständlich gemacht werden müsse!doch, ein Mann, wie Sie, will nicht gebeten,nicht beschworen seyn. Er erfüllt seine Pflichtenvon selbst. Gern gestehe ich also meine Unbe-dächtsamkeit, und — schliesse, ꝛc.Achter
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1 (1790)
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122
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