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120werfen; so wird ein solches Kind doch in der Fol-ge fähig seyn, diese Meinungen zu prüfen, undauseinander zu setzen, um sie in ihrer ganzenBlöße darzustellen. Es wird ein Gefühl desWahren in ihm entstehen, welches durch alleBlendwerke der Sophisterei und der Beredsamkeitnicht erstickt werden kann. *).Und ist es nicht einleuchtend, lieber Freund!daß auf diese Weise auch der andere Zweck desDurchJugendunterrichts erreichbarer wird?den Verstand soll man das Herz der Kinder fürTugend und Religion intereßiren. Alles, wasdiese heilige Namen führt, soll sich auf innige Ue-berzeugung gründen. Und dieser Grund wirder nicht dann eben gelegt, wenn man ihnen rich-tige Begriffe von Gott, von seinen Absichten beider Schöpfung und Regierung der Welt, vondem Werthe des gesellschaftlichen Lebens, von Eh-re und Schande u. s. f. in ihrer vollen KlarheitIn so fernund Deutlichkeit beizubringen sucht?diese Begriffe auf unsere Denkungsart und Hand-lungs-*) S. des Freiherrn v. Fürstenbergs Gedanken, wieman den Schülern das Gefühl des Wahren von An-fang an beibringen soll in dem Archiv f. d. a. E.A. d. H.Th. VIII. N. 3.