116ähnlich werden dürfen. Denn beides ist fehler-haft. Im erſten Falle wird die Aufmerkſamkeitder Kinder ermüdet, im andern Falle ihr Nach-denken eingeschläfert. Beides aber kann vermie-den werden, wenn der ganze Unterricht ge-sprächweise eingerichtet, und den Kindern inder Klasse, worin der Lehrer sich gerade jetzt be-schäftigt, erlaubt wird, sich mit ihm zu unterre-den, ihm Fragen vorzulegen, Einwendungen zumachen u. s. w. Wären diese Fragen, diese Ein-wendungen von der Art, daß sie leicht von an-dern Kindern beantwortet werden könnten; sowürde er diese dazu auffordern, oder er würdeeine gegebene Antwort von andern untersuchenlassen, oder auch selbst durch einige Nebenfragenzu einer richtigern Antwort leiten. Aber freilichwird dazu ein Mann erfordert, der wenigstensnicht ganz ohne sokratischen Geist ist, der nie durcheinfältige Fragen oder falsche Antworten erzürntwird, sondern vielmehr alles zum Vortheil derKunst, Begriffe in ihre einfachsten Bestandtheileaufzulösen, und stuffenweise zu immer zusam-mengesetztern Begriffen überzugehen, zu benutzenweiß *). Und ein solcher Mann ist allerdingseben*) Muster in dieser Kunst sind: J. J. Engels Versucheiner
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1 (1790)
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116
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