115spiele im Jugendunterricht durchaus unent-behrlich. Denn mit ihnen prägt sich auch zu-gleich die dadurch erläuterte und versinnlichteWahrheit ein. Ueberall können und müssensie gebraucht werden, bei Begriffen, beiGrundsätzen, bei Folgerungen 2c. und überallwird man die grösten Vortheile davon verspü-ren. Nur müssen solche Beispiele auch allemalpassend und deutlich, und weder niedrigund platt noch zu weit hergehohlt seyn.Die besten sind immer diejenigen, die ausdem eignen Erfahrungskreiſe der Kinder herge-nommen sind. So oft nachher einer durchBeispiele faßlich gewordenen Wahrheit wiedergedacht wird, muß auch an die Beiſpiele ſelbſtvon neuem erinnert werden. Oft ist diesebloße Erinnerung hinreichend, die Wahrheit inihrem vollen Lichte vor ihre Seele zu rufen.Sie werden bei dem allen ohne Zweifel schonvon selbst auf den Gedanken gekommen seyn, daßdie Schulen nach diesen Grundsätzen weder denHörsäten auf Universitäten, wo man einen an-einander hängenden Vortrag über die eine oderdie andere Wahrheit zu halten pflegt, noch denGerichtsstuben, wo man vorher entworfene Fra-gen so und nicht anders beantworten lernen soll,H 2ähn-
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1 (1790)
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