117eben keine gar zu gewöhnliche Erscheinung. Ister indessen doch mit diesen Vollkommenheitenausgerüstet; hat er in die Sphäre der Kinder sichverſetzen gelernt; kann er die Rolle des Lehrersund des Schülers zu gleicher Zeit mit unmerkli-cher Feinheit spielen; und hat er alsdann seineLehrlinge nicht nur in verschiedene Klassen ver-theilt, so, daß nur eine nach der andern Erlaub-niß zu sprechen bekommt, sondern sich auch über-haupt bei ihnen dergestalt in Ansehen gesetzt, daßer den, welcher die Rechte des Gesprächs miß-braucht, bald in seine Schranken zurückweisenkann — wer wird es dann leugnen dürfen, daßdiese Art des Unterrichts, die z. B. in den Ro-chowischen Schulanstalten durchgängig einge-führt,2 3einer Methode, die Vernunftlehre aus platonischenDiologen zu entwickeln. Berlin 1780, 8. — J. H.Campens kleine Seelenlehre für Kinder. Wolfen-büttel 1786, 8. — Fragen an Kinder; eine Einlei-tung zum Unterricht in die Religion, von der asce-tischen Gesellschaft in Zürch. Zürch 1776, 8.Auch in der „Erſten Nahrung für den geſundenMenschenverstand“ (von Thieme. Leipz. 1781, 8.)werden einige Begriffe sehr gut zergliedert. Ebenſo in dem „Verſuch eines Schulbuchs für Kinderder Landleute von F. E. v. Rochow.“ Berlin 1776, 8.
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1 (1790)
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117
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