114zeichnendes Wort ursprünglich etwas sinnli-ches bedeutet, mit dieser sinnlichen Bedeutungzu vergleichen. Solcher Wörter haben wir inunserer Sprache viele. Ich will hier nur daseine Wort: Geschmack nennen. Dabei wür-de sich z. B. sagen lassen: So wie der Ge-ſchmack in Rückſicht auf Eſſen und Trinkennicht bei allen Menschen der nämliche ist; soist es auch nicht der Geschmack in Rücksichtauf schöne Gegenstände. Der sinnliche Ge-schmack kann verwöhnt werden; so auch dergeistige Geschmack. Jenem ist zuweilen allesunangenehm oder angenehm; diesem auch.Jener kann an Dinge gewöhnt werden, derenerster Eindruck ihm widrig war; dieser eben-falls, u. s. f. *). Es bedarf keiner Anzeige,daß solche Vergleichungen zur Beförderung derDeutlichkeit in den Begriffen ungemein vielbeitragen würden.6) Aus eben diesem Grunde sind häufige Bei-piele*) Eine weitere Ausführung mögen nachdenkende Leh-rer in „J., C. Königs Versuch eines populärenLehrbuchs des guten Geschmacks für Mädchen undJünglinge“ lesen. (Nürnberg 1780, 8.)
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1 (1790)
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114
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