99ohne baare Bezahlung thut *). In Frank-furt an der Oder werden an ärmere Kin-der, wenn sie fleißig waren, auch wohl Klei-dungsstücke ausgetheilt. Die Absicht dabei istohne Zweifel sehr ruhmwürdig. Nur scheint esals wenn diese Prämie, weil sie keine allge-meine Gültigkeit hat, die ärmern Kinder im-mer noch zu sehr von den reichern unterschiede.Auch dürfte dadurch vielleicht eine Art vonKleiderstolz bewirkt werden, der in der Folge,wenn sie ihr eignes Brod sich oft kümmerlicherwerben müssen, nicht immer befriedigt wer-den kann. Die schicklichsten Prämien schei-nen daher allerdings die Bücher zu seyn.Sie müſten aber nicht immer bloß angenehmeLesebücher seyn, sondern ihnen auch zu ihrerwahrscheinlichen Bestimmung brauchbar wer-den können.2) Niemals dürfen indessen die Prämien denKindern als Belohnungen ihres Fleißes zuer-G 2kanntM. s. hier den schönen Aufsatz: „Ueber Ambitionund Geldbelohnungen als unzulängliche Beſſerungs-mittel der Jugend“ in den Feßischen Beiträgen zurGelehrsamkeit und Kunst. St. V. N. 4. (Frankf.78 5/10. 8).
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1 (1790)
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99
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