86kommen nachher von ihr einen gewissen Anstrich.Sogar die Bereicherung, die Ihr Vorrath anAnekdoten, Geschichtsvorfällen rc. erfahren würde,könnte Ihnen in Hinsicht auf Reiz und Deutlich-keit des Unterrichts sehr zu Statten kommen. Aberfreilich — die meisten Schullehrer lesen viel zu we-nig. Ich kann und will es nicht leugnen, daßoft Zeitmangel Schuld daran sei. „Allein ich darfes auch nicht verschweigen, daß diese Schuld aucheben so oft auf Mangel an Fleiß und Lust und Ge-schicklichkeit zurückfalle. Wer will, kannsagte jener muthvolle Menschenretter, und bedäch-ten es auch die Menschenlehrer; so würden sievieles möglich machen, was anfangs unmöglichschien.Ausserdem ist es aber auch ein Hauptmittel;wodurch die Kinder aufgeheitert werden können;wenn man die leichtern und schwerern Materienzum Unterricht gehörig mit einander abwechselnläßt. Denn erstlich lieben sie überhaupt die Ab-als Erwachsene. Allewechselung mehr nochKräfte ihrer Seele sind noch (damit ich mich einesWielandischen Ausdrucks bediene) quecksilbern.Sie schweifen noch bald hiehin, bald dorthin, undsind noch nicht gewohnt, sich auf einen einzigenPunkt
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1 (1790)
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86
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