Aber freilich darf die häusliche Erziehung ihrnicht entgegenwirken, wie es leider! so oft ge-schieht. Diese muß vielmehr mit ihr gemein-ſchaftliche Sachen machen, und vorzüglich muß ſiedahin gerichtet seyn, die Kinder Erfahrungskennt-nisse sammeln zu lehren, wozu sie in der Schuleungleich weniger Gelegenheit haben. Daher hatman nicht mit Unrecht gewünscht, daß bemittelteEltern noch neben dem Schulunterricht ihnen ei-nen Hauslehrer halten möchten *). Wo aber die-ser Wunsch vergeblich ist — und das ist er wohlin den meisten Fällen — da müssen die Elterndoch dafür sorgen, daß die Bemühungen desSchullehrers nicht fruchtlos bleiben **). Siemüssen) S. Ueber die nothwendige Verbindung der öf-fentlichen und häuslichen Erziehung von P. J.Lieberkühn. Züllichau 1784, 8. Die Schrift: Ue-ber die Schädlichkeit der Fauverziehung für Erzie-her, Jöglinge und Staat von C. Müller (Stendal1783, 8.) sagt zwar auch viel Wahres, ist aberdenn doch zu einseitig, und dringt nicht tief genugin die Materie ein.*) Hier ſind folgende kleine Schriften zur Beherzigungzu empfehlen, nämlich: die Vorstellung an Eltern-die ihre Kinder in öffentliche Schulen schicken /von
Druckschrift
1 (1790)
Seite
42
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