Strafe erlassen wurde 5 . Auch im August muß der Kurfürsteinige Tage in Nürnberg anwesend gewesen sein, denn aufseine Fürbitte wurde durch Ratsverlaß vom 17. August einigenPersonen ihre Strafe vom Rate geschenkt 6 . Es scheint mirwenig wahrscheinlich, daß erst damals, im August, die Be-stellung des Bildes bei Dürer erfolgte. Dies dürfte der Ausdruckin des Meisters Brief an Heller vom 19. III. 1508, daß er schierein ganzes Jahr daran gearbeitet habe, verbieten; ich möchtehiefür also eher an den Aufenthalt Anfang Juni denken. EndeNovember ließ Friedrich den Nürnberger Rat wiederum wissen,daß er demnächst in Nürnberg einzutreten und einige Zeit da-selbst zu verweilen gedenke; er bat um Geleit für sich und dieSeinen. Der Rat zeigte sich in seiner Antwort vom 22. No-vember 7 fast etwas empfindlich, daß Friedrich eine solche Bittefür notwendig gefunden habe; der Fürst wisse wohl, mit wel-cher Untertänigkeit ihm die Bürgerschaft geneigt sei, weshalb
s Ratsverlato sexta post corporis Christi (= 4. Juni) 1507; «BarbareKrwgerin und Seytzen Schefer sind ire straf bogeben und die stat widerbegönnt auf furpet herzog Fridr[iohen] zu Sachsen.
Desgl. sabato post corporis Christi ( = 5. Juni): Katherina Walckerinist uf sonderliche pitt herzog Fridrichs von Sachsen ir straf begeben unddie stat wider begönnt mit alner streflichen rede.
8 Ratsverlaß tercia post assumpcionis [Marie] (= 17. August) 1507:Auf furbit herzog Friderichs von Sachsen, churfürsten, ist Hannsen Wid-man, Hannsen Ernst, Martin Buhler und Margreth Hewbscheinn ir strafbegeben, aber Katherina Schmidin, Michel und Ott den flofmennern, Hain-tzen Hegenberger, Cristine Seydenneterin und Hannsen von Eib ist ir be-gern gelent.
7 Das Schreiben des Rates hat folgenden Wortlaut: Gnedigister herr!e. fl. gnaden schreiben und verkünden, das die in kurz in unser stat Nürn-berg einzekomen und etlich zeit alhie zu beharren willens sei, itzo an unsgetan, haben wir mit e. fl. gn. begeren, glaits halb, unterteniglich hörenlesen und were (als e. gn in irem schreiben selbs melden) on not, uns zusolchem um gleit zu ersuchen, so doch eur fl. gn. wissen, mit was unter-tenigem willen wir derselben genaigt sein, deshalben sich e. gn. mit deniren bei uns keins argen dorfen versehen, aber dhweil das begert ist, soschreiben wir e. fl. gnaden hiemit zu: so e. fl. gn. zu uns gein Nurfem-berg] kommen will, soll die mit allen den iren, die eur gn. bei sich hatund mitpringen werden, zu und von uns, für uns und die unseren und inunser stat Nur[emberg], die zeit e. fl. gn. alhie sein wirdet, für meniglichunser ungeverlich, frei sicherhait und glait haben, dann womit wir e. fl.gn. untertenige dinstparkeit und wolgefallen mögen erzaigen, sind wirzu allen Zeiten ungesparts vleiß willig, datum am montag nach presen-•tacionis Marie [= 22. November] 1507. Nbg. Briefb., Bd. 6Q, 126 b ff.
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