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Der kursächsische Kämmerer Degenhart von Pfeffingen, der Begleiter Dürers auf der "Marter der Zehntausend Christen"
Entstehung
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•einem weiteren Brief an Heller einen genaueren Termin fürdie Fertigstellung angeben, bei welchem es dann auch ver-blieben zu sein scheint. «Wisset», schreibt er unter dem ge-nannten Datum an Heller, «daß ich in vierzehn Tagen fertigwerde mit Herzog Friedrichs Arbeit. Nachfolgend will ich EuerArbeit auch anfangen zu machen und auch kein ander Gemälmachen, bis daß sie fertig, als dann mein Gewohnheit ....Ich wollt, daß Ihr meines genädigen Herrn Tafel sähet. Ich haltdavor, sie wurde Euch wol gefallen. Ich hab schier ein ganzJahr daran gemacht und wenig Gewinns daran. Wann mir wirdnit mehr dann 280 Gulden rheinisch dafür, verzehrts Einerschier darob. Und darum sag ich, so ich Euchs nit zu sondernGefallen thäte, sollte mich Niemand überreden, daß ich etwasVerdingts 3 machte. Denn ich versäum mich an Bessern dadurch.»Wenn Dürer im März 1508 sagt, er habe schier ein ganzesJahr an dem Bilde gearbeitet, so dürfte die Bestellung bezw.der Arbeitsbeginn in den Frühsommer des Jahres 1507 fallen.Es scheint nicht ausgeschlossen, daß Kurfürst Friedrich vonSachsen die Bestellung bei Dürer in Nürnberg selbst machte,ob, wie Thausing will, auf Grund des Dürerschen Holzschnittesvon 1497, bleibe dahingestellt. Der Kurfürst, der 1507 vorhernoch nicht in Nürnberg gewesen war, traf in den ersten Juni-tagen auf der Reise zum Konstanzer Reichstag daselbst ein.Am 2. Juni 1507 erhielten Andreas Tucher und Jakob Muffelden Auftrag, dem Kurfürsten entgegenzureiten, Georg Hallersollte ihn sodann in der Herberge namens des Bates mitFischen und Wein, wie der Brauch sei, beschenken 4 . Der säch-sische Herrscher feierte das Fronleichnamsfest inmitten derNürnberger und war jedenfalls am 4. und 5. Juni noch in derStadt anwesend, da gemäß Ratsverlaß von diesen beiden Tagendreien mit Stadtverweis bestraften Personen (zwei Frauen undeinem gewissen Seitz Schefer) auf Bitte des Kurfürsten diese

s D. h. zu festem Preise Verdingtes.

* Ratsverlaß quarta post Trinitatia (- 2. Juni) 1507: Enndres Tucherund Jacob Muffel sind beschiden, herzog Friderichen von Sachsen ent-gegenzureiten; und Jörg Halter soll seinen gnaden visch und wein schen-ken, wie der geprauch ist.

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