sten im Auge? Welche Darstellung hat ihm als Quelle gedient?Und endlich: wer mag jener Mann mit dem lebhaf-ten Ge bärde nspiel neben oder genauer gesagthinter Dürer sein, dessen Worten der Meistermit einer gewissen Verdrossenheit lauscht,und der durch seine Handbewegung nach der Gruppe der per-sischen Magier hin, der dann eine ebensolche aus dem Kreiseder letzteren antwortet, beide Gruppen in einen gewissen äuße-ren und gewiß auch innerlich bedeutungsvollen Zusammenhangzu verflechten scheint? Die kunstgeschichtliche Betrachtunghat dieser Gestalt des Dürerschen Begleiters nach van MandersVorgang den Namen Willibald Pirckheimers beigelegt. Soll eshiebei bleiben müssen? Sollte sich nicht eine bessere Benennungermöglichen lassen? Und was mag schließlich die Bedeutungjenes, von Dürer gewiß nicht ohne Absicht ins Bild gesetztenszenischen Zusammenspiels zwischen den beiden Gruppen sein?Mit dieser letzteren Frage hat sich die kunstgeschichtlicheForschung, so viel ich sehe, überhaupt noch nicht beschäftigt.Und doch muß dieser Szene offenbar irgend ein Sinn, irgendeine tiefere Bedeutung zu Grunde liegen.
Demgemäß hat sich die vorliegende Untersuchung als näch-stes Ziel gesetzt, auf Grund der geschichtlichen Anhaltspunkte,die uns die Zeitverhältnisse, die Person des Meisters, dann ins-besondere aber die Persönlichkeit des fürstlichen Bestellersbieten, für die Gestalt des Begleiters Dürers eine andere Be-nennung zu finden, sodann aber sollte aus dem Ergebnis dieserersten Untersuchung heraus der Versuch gemacht werden, dieBedeutung jener kleinen dramatischen Hintergrundszene zuerkennen.
Die archivalischen Beilagen sollen diese geschichtlichenAusführungen auf breiterer, urkundlicher Grundlage unter-stützen, die Abbildungen eine unmittelbare, bildvergleichendeBeurteilung ermöglichen.
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