552 Allgemeines.
Die älteste deutsche Exlibris-Sammlung ist eine amEnde des 18. Jahrhunderts zu Augsburg angelegte Exlibris-und Wappcnsammlung von 191 Stück, darunter 112 Ex-libris des 16.— i<S. Jahrhunderts, meist Augsburger Ur-sprungs, heute grösstenteils im Besitz der Frau Marga-rethe Strauss in Magdeburg*); die nächstälteste ist diedes Gottlob Günther August Heinrich Karl Freihcrrnvon Berlepsch auf Gross-Stöckheim bei Wolfenbüttel, be-gonnen 1826; sie erreichte 2443 Stück vom 15. 18. Jahr-hundert und gehört heute der herzoglichen Bibliothekzu Wolfenbüttel**). Um 1850 sammelte Heinrich Lcm-pertz d. Ae. in Köln Exlibris; dessen Sammlung wurdemit der des Dr. Albrecht Kirchhoff, Leipzig, 1875, undder des Antiquars A. F. Rutsch, Augsburg, 1887, ver-einigt, und diese 3 an alten Exlibris reichen Exlibris-Sammlungen sind heute im Besitz der Bibliothek desBörsen-Vereins Deutscher Buchhändler***) zu Leipzig;zusammen c. 3000 Stück.
In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts entstandendie Sammlungen Gottfried von Böhm, München, c. 250Stück, August von Eisenhart, München, heute c. 10000,H. E. Stiebet, Frankfurt a. M., c. 14000 und FriedrichWarnecke, Berlin, c. 2000.
1895 waren in Deutschland, Ocsterreich und derSchweiz c. 45 Exlibris-Sammlungen, 1898: 92, 1899über 100 und 1900: rund 300, die dem Verfasser be-kannt geworden sind. Immerhin dürften noch einigekleinere mehr vorhanden sein, die im Stillen blühen
*) Vgl. E. L. '/,. X. S. 92.**) Veröffentlicht 1895 von ^ >t - O. von Heinemann.***) Veröffentlicht 1897 von K. Burger,