X. KAPITEL.
NEUZEIT, IQ. JAHRHUNDERT BIS 1871.
er geringe Geschmack und die Steifheit inAllem, die zu Beginn des 19. Jahrhundertsherrschten, spiegeln sich auch auf den Er-zeugnissen der Kleinkunst dieser Periodewider, und man kann wohl sagen, dass die un-schönsten Exlibris, die wir kennen, und denen anLangweiligkeit der Ausdrucksweise nichts fehlt, aus derersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Man hörtoft, dass zwischen 1800 und 1871 die Exlibris-Sitte ein-geschlafen sei und aus dieser Zeit nicht viele Bibliothek-zeichen vorhanden seien; das ist insofern ein Irrtum,als der Gebrauch der Exlibris sich zwar verringert, aberkeineswegs aufgehört hat. Sind doch in der Sammlungdes Verfassers aus der Zeit von 1800 bis 1871 aus fastallen deutschen und österreichischen Landen allein c. 700Exlibris vorhanden, so dass man vielleicht auf c. 800rechnen kann, die in dieser Zeit entstanden sind *).
*) In England sind gerade in dieser Periode fast die meistendortigen Exlibris entstanden, vorwiegend stilistisch nicht hochstehende,aber sauber gestochene Blatter, nur den Schild mit Crest oder dasVollwappen zeigend.
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