II. KAPITEL.
ÜBER DEUTSCHE UND ENGLISCHEHERALDIK*).
a die deutschen Exlibris vom 15. Jahrhun-dert an bis zur neusten Zeit zu einem sehrbeträchtlichen Teile mit Wappen geschmücktJsind, so ist es unerlässlich, die deutscheHeraldik hier mit zu berühren; ein Vergleich mitder nahverwandten, doch aber verschiedenen eng-lischen Heraldik wird auch manchen deutschen Leserinteressieren.
Das Wappenwesen dürfte wohl in Frankreichseinen Ursprung genommen haben und war dortin hohem Maasse ausgebildet. Was heute dort da-von übrig blieb, ist nur mehr ein Schatten der alt-mittelalterlichen, heraldischen, schönen Komposition vonSiegeln und Wappen. Wenn auch, trotz der republi-«anischenStaatsform, heutzutage noch eine fast auffallende
*) Benutzte Quellen: Professor Ad. M. Hildebrandts Wappenfibel,*. Warneckes und Professor E. Doeplers d. j. heraldisches Handbuch,H. fc .Stroehls Heraldischer Atlas, H. G. Stroehls Artikel in „Kunstund Handwerk", Wien 1S99, II 7