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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
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Deutsche Exlibris-Sammlungen. t^ ^

und noch nicht bekannter sind. Selbstredend sind sog.»Kupferstichsammlungen«, die zwar unter allgemeinenKupferstichen hie und da auch Exlibris enthalten, letztereaber nicht ausschliesslich sammeln, nicht mitgerechnet.So manche von diesen 300 Sammlungen umfasst nureinige Hundert und befindet sich noch im Stadium desBeginns; einzelne sind absichtlich begrenzt. Der Einesammelt nur alte, der Andere nur neue, der Dritte nurkünstlerisch hochstehende neue; andere nur Damen-Exlibris, solche von Medizinern, nur heraldische, nurMusik-Exlibris etc.; bei einzelnen ist nur ein kleinerUmfang beabsichtigt, dessen Inhalt nur eine Probe desganzen Stoffs abgeben soll; manche streben wenigernach der Masse, als mehr nach (lulcm und bei einigenbleibt die Sammlung nach einigen Hundert im Keimestecken, wenn Eifer und Ausdauer nachlassen.

Die grösste und inhaltlich bedeutendste Exlibris-Sainnilung des Kontinents ist die von Karl Emich Grafzu IjCiningcn-Wcsterburg , preuss. Rittmeister a, D. inNeupasing- München, begonnen 1888; sie zählte imApril 1901: 20567 Stück von 14701901 allerLänder und enthält 10342 deutsche, österreichische undschweizerische, 9274 von anderen Ländern, 49 Exlibris-Originalzeichnungen, 902 Nachbildungen.

Es giebt natürlich weit mehr Exlibris, namentlichz. B. englische, aber sehr viel mehr deutsehe dürftennicht existieren, sodass man vielleicht auf rund 1 1 bis12 000 deutsche Exlibris rechnen kann.

Da die Zahlen dieser Sammlung immerhin Anhalts-punkte über zeitliche, stilistische u. a. Exlibrisverteilunggeben, seien sie als Beispiel der grössten kontinentalenExlibris-Sammlung hier mitgeteilt: April 1901: