VI. KAPITEL.
15. UND 16. JAHRHUNDERT.
ehen wir nun zur Geschichte der Bibliothek-zeichen über, so begegnen wir dem ältes-ten lixlibris schon in sehr früher Zeit undzwar in Acgypten vor rund 3300 Jahren,um 1400 vor Christus! Eh ist eine kleine hellblaueFayencetafel mit dunkelblauer Inschrift (BritischesMuseum, London, No. 22878), ein Etikett, wie es inBücher- und Papyrus-Kästen eingelegt wurde und lautInschrift aus der Bibliothek Amenophis' III. stammt(E. L. Z. VIII. S. 124 und X. S. 98, VIII., bezw. Zeit-schrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde,XXXIII., 1895, S. 72).
In S. R. Köhlers Katalog der Exlibris-Ausstellungim Museum of fine arts in Boston, Mass., V. St. A., 1898,S. XL, wird erwähnt, dass es, einem unkontrollierbarenBerichte zufolge, in Japan Exlibris schon im 10. Jahr-hundert gegeben haben soll.
In Europa erscheinen erst im Mittelalter die nächstenEigentumsbezeichnungen, indem nicht nur der Name desBesitzers in einem Codex eingeschrieben, sondern auchdas Wappen desselben auf eine der ersten Seiten mit