VII. KAPITEL.
17. JAHRHUNDERT.
n Zahl der Exlibris übertrifft die Zeitvon 1600 bis 1700, welche hauptsächlichden Barockstil (Pcrückenstil) — mit starkerSchwerfälligkeit der Zeichnung, mit groteskgekrümmten Voluten, Festons, Guirlanden, geschweif-ten Durcheinandersteckungen — aufweist, die vor-hergegangene erste Periode der Exlibris-Kleinkunstbedeutend, nicht aber immer an schöner Zeichnung,künstlerischer Komposition und Ausführung sowie stilisti-schem Werte. Kommen auch noch im 17. Jahrhundertmanche vortrefflich ausgeführte Exlibris vor, so ist dochdie Gesammtzahl der charakteristisch besonderen, künst-lerisch hochstehenden Blätter eine geringere geworden,trotzdem Dürer und seine Zeit auch hier noch in ihrenFolgen erkennbar sind. Der Grund ist in den Folgendes 30jährigen Krieges und in der Schwerfälligkeit desBarockstils zu suchen.
Der Holzschnitt tritt nunmehr in den Hintergrund,dagegen blüht der Kupferstich allmählich mächtig auf.Nürnberg liefert noch viele Blätter, doch macht sichnun auch Augsburgs Kleinkunst bemerkbar, indes Nord-deutschland noch ziemlich zurücksteht.