III. TEIL.
1. DEUTSCHE EXLIBRIS-SAMMLUNGEN.
er Standpunkt, von dem Exlibris gesammeltwerden, ist höchst verschieden; die Einensammeln aus reiner Lust an den so ver-schieden- und eigenartigen Blättern, dieZweiten gewissermassen aus Sport, um es anderen nach-zumachen, die Dritten im Sinne der Briefmarken- undPostkartensammler. Ein grosser Teil aber hat tiefereZiele! Künstlerische und kunsthistorische Studien sindbei diesen die Hauptmotive, und eine halbwegs grössereExlibris-Sammlung birgt bereits einen ähnlichen ästhe-tischen und belehrenden Wert in sich, wie eine ent-sprechende allgemeine Kupferstichsammlung.
Wer Ornamentik studiert, sei's zum Lernen oderKopieren, wird in den oft künstlerisch ausgeführtenExlibris-Zeichnungen eine wahre Fundgrube entdecken;dem Künstler und Dilettanten bieten sich zahllose guteVorbilder, Muster und neue Anregungen; der Heraldikerbegegnet nicht selten ihm neuen Wappen, sowie —neben hässlichen, fehlerhaften — auch tadellos stilisiertenZeichnungen; der Historiker, Kunsthistoriker, auch der