102 Allgemeines.
hauptung unbedingt zuzustimmen ist), also jünger als1450, vielleicht etwa 1470; ein Auktionskatalog einesMünchener Antiquars von 1891 sagt: »Um 1470«,Schreiber (in diesem Falle wohl der beste Sachverständige!),manuel de l'amateur de la gravure sur bois et metalau 15. siecle, Berlin, 1890, setzt dieses Exlibris in dieZeit von 1470—80.
Man wird kaum fehlgehen, wenn man die J ältestendeutschen Exlibris H. Brandenburg, W. von Zell undH. Igler- Knabensberg am richtigsten mit: »Um 1470«datiert, mag auch das eine ein oder ein paar Jahre vordem anderen entstanden sein. Ein grösserer Zeitabschnittkann keincnfalls zwischen ihnen liegen.
Zu a: Das Exlibris H. Brandenburg ist wiederholtabgebildet, so zuerst in H. Lempertz' Bilderheften(1853 ff.), Tafel I. 1, dann in der Zeitschrift desMünchner Altertums-Vereins (1887), S. 38, in War-neckes Exlibris-Werk (1890), S. 8, danach in SeylersExlibris-Taschenbuch (1895), S. 8, sowie in E.Castle, english bookplates (1893), S. 33. Da je-doch alle diese Abbildungen nach Zeichnungs£o/zV«ausgeführt und daher nicht ganz genau sind, wurde hier— siehe Titelblatt — eine Reproduktion nach einemOriginal-Exlibris einschliesslich des handschriftlichenEintrags ausgeführt. Der Holzschnitt ist bemalt:Schild blau, Kleid braunrot, Haare gelbblond,Flügel innen grün, aussen rot, — und auf dasBuchvorsatzblatt aufgeklebt; der Schildinhalt istnach dem Inhalt des Buches, nach heraldisch links,gewendet; die Inschrift lautet oben: »T(itulus)Suma virtutii Wilhelmi lugd (lugdunensis) Epi(episcopi)« und »Contenta« ; unten: »Liber Car-