15- und 16. Jahrhundert. IOI
gestellt sind —- mittels Holzschnitt — und noch dengotischen Charakter (deutschen oder Spitzbogenstil) tragen,sind zu nennen:
a. Das Exlibris des Hildebrand Brandenburg ausBiberach (Württemberg), Mönchs der KarthauseBuxheim bei Memmingen (schwäbisch Bayern), derdieser Karthause Bücher schenkte; Engel mitWappenschild; in Biberach oder Ulm entstanden,um 1470. Häufig ist dieses Exlibris auf der Rück-seite bedruckt, was mit der Sparsamkeit des gen.Mönches zu erklären ist, der bei den teuren Papier-preisen jener Zeit ein bereits benutztes, aber aufeiner Seite noch weisses Papier verwandte.
b. das des Domicellus (Junker) Wilhelm von Zell ausder bayerischen, erloschenen Familie Zeller vonKaltenberg, der der gleichen Karthause Buxheimein Buch schenkte; Ehewappen; um 1470.
c. das des Kaplans Hans /gier genannt Knaben sherg(Bayern); Tgel mit Inschriftsband, um 1470.
Das Alter und die Entstehungsjahre dieser.? ältestenExlibris werden sich, mangels historischer Nachrichten,wohl nie genau feststellen lassen.
Warnecke in seinem Exlibris-Buche, S. 40, sagtvom H. Brandenburg- Exlibris: »Um 1480», Seyler inseinem Exlibris-Taschenbuch, S. 9: »Letztes Viertel des15. Jahrhunderts«, also 1475—1500, E. Castle, englishbookplates, London, 1893, S. 32/33: »Um 1480«.
Vom W. von Zell- Blatte sagt Warnecke, S. 237:»Um 1479«, Seyler, S. 8: 1475—1500.
Vom Igler-Knabensberg-Blt&t sagt Warnecke S. 11 :»Vor 1450«; Seyler, S. 9: »Dessen Alter meines Er-achtens bisher ///«rschätzt worden ist« (welcher Be-