IOO Allgemeines.
Von diesen handgezeichneten Exlibris sind aus>der Zeit vor 1500 mehrere bekannt, z. B.: Ingolstadt,Artistenbibliothek, 1482*), Johannes Ras of ( = alias)Kocster, in Emmerich, 1491 **), Bischof JohannW. Roth von Breslau, 1494***), anonymes Wappen,Halbmond auf Dreiberg, c. 1485—90 f), von Dcizisan,Esslingen, 1499t"!"), Memorien - Exlibris von Tegcrnsec(Johann Eythlinger von Toelz), I493"!"tt) e * c -> doch istihre genauere; Beschreibung überflüssig, da es sich beiunserer Betrachtung um die Geschichte der mecha-nisch hergestellten, durch den Druck vervielfältigtenBibliothekzeichen handelt. Nur ein interessantes Beispieleines handgezeichneten und bemalten Exlibris sei hier(S. 99) als Probe wiedergegeben, dasjenige Heinrichs ILTäbing, Bürgermeisters von Lüneburg, von c. I4g8§).
Die Geburt unseres heute noch bestehenden Bibliothek-zeichens fällt in die Zeit kurz nach Erfindung der Buch-druckerkunst, welch letztere wir bekanntlich JohannGutenberg (Strassburg, Mainz), 1440 —1450 verdanken.
A. DIE ÄLTESTEN DEUTSCHEN EXLIBRIS.
Als die ältesten, bis jetzt bekannten deutschen Ex-libris noch vor 1500, die auf mechanischem Wege her-
*) Exlibris-Sammlung der Bibliothek des Buchhändler-liörsen-Vereins, I. c.
**) E. L. Z. III. 8. 2.
***) Ebenda III. S. 47.
f) Ebenda III. S. 26.
ff) Ebenda IV. S. 42-
tft) Ebenda VII. S. 79.
§) Ebenda VI. S. 40.