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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
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34 Allgemeines.

Stehen zwei Schilde sich gegenüber, wie z. B. beiEhewappen, so verlangt die alte, auch heute wiederangenommene Regel »heraldischer Courtoisie«, dass dervordere Schild (des Mannes) mit seinen Bildern, dienach rechts sehen, herumgedreht wird, so dass diesenach dem Inhalt des hinteren Schildes {der Frau) hin-blicken, d. h. dass der Mannes-Schild nicht dem Frauen-schild gewissermassen unhöflich den Kücken hindreht,sondern dass die Schildinhalte sich ansehen.

Die heraldischen Schildbildcr und deren Sprachehier näher zu berühren, verbietet Raum und Zweckdieses Buches; es sei nur kurz erwähnt, dass Adler undLöwe die in Deutschland am häufigsten vorkommendenWappenbilder sind.

Das nächstwichtige ist Hohn, Helmzier (Zitnier) u.Hclmdeckcn. Mit dem Schilde müssen diese im Stileselbstredend übereinstimmen; denn man kann nach deut-scher Regel nicht (-inen gotischen Schild mit UVnaissanc.e-Helm und -Decken vereinigen.

Ueber die Stellung der Helme und Helmzierden istschon oben die Rede gewesen (S. 20).

Der Helm soll auf dem Schild fest aufsitzen, alsonicht in der Luft schweben oder nur mit der unterstenSpitze auf dem oberen Schildrand balancieren. Ist derSchild schräg gestellt, ruht der Helm auf der oben be-findlichen Schildecke. Sind mehrere Helme vorhanden,muss der Schild gerade gestellt sein, und alle Helmeruhen auf dem oberen Schildrand. Helme können Schild-haltern, Menschen wie Tieren, auf den Kopf gestülptwerden.

Die ältesten Helmzierden oder Zimiere waren Adler-flügel, Stierhörner, Lindenzweige u. s. w. und waren teils