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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
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Über deutsche und englische Heraldik. 33

man kehrte zu den guten alten Stilen und Musternzurück und wird auch, trotz Japanismus und desmodernen Blumen- oder Schnörkelstils, daran fest-halten müssen, da Wappen heutzutage nur mehrals Ausfluss des Familiensinns, als äusseres Zeichender Zusammengehörigkeit und zu dekorativenZwecken verwendet werden. Neue Schildformenlassen sich schlechterdings nicht erfinden, da manden Armschild nicht mehr in Kampf und Turnierträgt. Dies gilt auch für die, verflossenen Zeitenangehörigen Helmformen, denn es wird keinemVerständigen wegen der Verschiedenheit der Zeiteneinfallen, einen modernen Infanterie-, Kavallerie-oder Tropenhelm auf einen, einem längst vergan-genen Jahrhundert angehörigen Schild zu setzen.Die deutschen guten Heraldiker, wie die ProfessorenE. Doepler d. J. und Ad. M. Hildebrandt in Berlin, oderH. G.Stroehl und E. Krahl in Wien, haben jedoch oft schonden Beweis geliefert, dassman auch alt dargestellte Wappenrecht gut mit der modernen Stilrichtung oder Anlage einesBlattes vereinigen kann; es gehört hiezu nur etwas, dasdem einen viel, dem anderen wenig ist: Feines Gefühl.Die Hauptsache eines Wappens ist der Schild mitseinen Bildern, der ursprünglich als Wappen allein inSiegeln etc. erscheint und auch heute wieder vielfachallein angebracht wird. Im Mittelalter und heute wiederneigt man den Schild gern, statt ihn gerade zu stellen,nach rechts*), wie wenn er schräg am Schildbande aneinem Nagel aufgehängt wäre.

*) Heraldisch rechts und links gilt nicht vom Beschauer aus; man»« sich den Schild an der Brust oder an der Schulter des Schildträgers xuenken; das Rechts des Schildes entspricht also seinem rechten Arm etc.

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