20 Allgemeines.
Crests über dem Schilde, während die deutsche Sittedessen Festsitzen auf dem Helm verlangt.
Eigenartige, rein englische Schildformen sind fernerder oben dreispitzige Dreiecksschild (late Georgian oderspadeshield, die englische Pelta) und die Eisenhutform(modern oder die sinker), welche es, ausgenommen inder Nachahmungsperiode in der ersten Hälfte des 19. Jahr-hunderts, in Deutschland nie gab.
Die Stellung der Helme ist in Deutschland ohneBedeutung und Unterschied für besondere Stände. InEngland dagegen gelten in der Neuzeit folgende Regeln,die aber auch in der guten alten englischen Heraldik^auf alten dortigen Monumenten, noch nicht massgebendwaren:
Königliches Haus: Goldener Helm, vorwärts ge-richtet, mit 6 bars oder Spangen.
Herzog: Silberner Helm mit Gold geziert, seitwärts,,mit 5 bars oder Spangen.
Marquis (Earl, Graf), Viscount u. Baron : Seitwärtsgewendet, mit 5 bars oder Spangen.
Baronet, Knight: Stahlhelm mit Silber dekoriert,vorwärts, mit offenem Visier, ohne bars (Spangen).
Escjuire: Stahlhelm, seitwärts, mit geschlossenemVisier.
Diese Unterschiede in der Richtung des Helmskennt die deutsche Heraldik nicht. Sie hat hier nurzwei Regeln: a. Sind mehrere Helme vorhanden, so siehtder mittelste (Haupthelm) geradeaus, die zwei oder meh-reren äusseren nach dem mittelsten, also die rechts-stehenden nach links oder halblinks, die linksstehendennach rechts oder halbrechts; und b. Helm und Zimierrichten sich in der Zeichnung nacheinander, d. h. lässt