Druckschrift 
Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

Über deutsche und englische Heraldik. 19

bezüglich Englands nur an Namen wie Father An-selm Baker, C. W. Sherborn, G. W. Eve, J. Viny-comb etc.

Um auf Einzelheiten und Verschiedenheiten deutscherund englischer Heraldik einzugehen, sei bemerkt, dass esnicht deutsche das Gleiche gilt für Oesterreich und dieSchweiz, aber speziell englische Sitte ist, das Zimier(Helmzierde), Crcst mit Wulst gleich auf den Schild zusetzen; in Deutschland gilt als logische Regel, dass einZimier, eine Helmzicr, nicht allein steht und nichtohne Helm und Helmdecken darzustellen ist, da es aufdem Helme, wie es in Wirklichkeit war, festgebunden,festgeschraubt oder festgenietet zu denken ist. Ausnah-men, und zwar nach englischem Vorbild, sind natürlichauch auf deutschen Wappenzeichnungen und Exlibrisfestzustellen; jedoch lässt sich der Grund hiefür meistleicht nachweisen; denn einesteils war es zu Anfang des19- Jahrhunderts in Deutschland oft beliebt, etwas Aus-landisches nachzumachen, nur weil es ausländisch war, ein Fehler, der in den letzten 30 Jahren immer mehrschwand andernteils verrät die Herkunft und Heimatder Blätter die Gründe der Nachahmung auswärtigerMode; so wurden z. B. hamburger und hannoverscheExlibris aus Rücksichten der Verwandtschaft oder derHandelsverbindung und infolge der dadurch bedingtenReisen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts oft inLondon hergestellt, daher die englische Mode auf deut-schen Bibliothekzeichen innerhalb der ersten 60 Jahre<les 19. Jahrhunderts. Dies sind aber Ausnahmen, und»Ausnahmen bestätigen die Regel« bekanntlich.

Das Vorhergesagte gilt auch für das in England oftvorkommende »/« der Luft Schweben, des Zimiers =