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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
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14 Allgemeines.

Vollendung gebracht. Die beiden Firmen Dr. C. Wolfund Sohn, Hof- und Universitätsbuchdruckerei, München,und Hoflieferant C. A. Starke, Görlitz, haben eine Reihesehr schöner Bibliothekzeichen in dieser Technik ge-fertigt.

In der Neuzeit werden ausser den vorgenanntenVerfahren noch alle neueren Erfindungen des 19. Jahr-hunderts zur Herstellung von Exlibris benützt, soPhotographie, Photolithographie, Chromolithographie,Heliogravüre, Clichis von Zinkätzung, Phototypie-Strich-ätzung, Autotypie-Netzätzung u. s. w.

Auch einige ganz neue Techniken seien noch kurzerwähnt: Das direkte Eindrucken der Exlibriszeichnungauf die inneren Buchdeckel oder das Vorsatzblatt ver-mittelst Schablonen, d. h. geätzter Patronen, welche ErnstBerger, München, für eine Reihe Münchener Exlibris(Bett)- Adler, Dr. Keyssner, Dr. Stieler etc.) anwandte(vergl. E. L. Z. VIII. 2). Die ältesten mir bekannten,mit ausgeschnittener Schablone ausgeführten Exlibrissind drei Blätter aus Frankreich oder der französischenSchweiz oder dem Elsass, in Rot- und Schwarzdruck,Dr. j. E. Hardy, 1747, ferner ein ebenso schabloniertesin Rot- und Gründruck, Dr. j. G. J. de Bridoul, c. 1750,und ein Exlibris Duchö, Frankreich, c. 1770; neuerdings,1899, sind solche Schablonen in Dorpat von Anna vonWahl für Familienmitglieder ausgeführt worden; Musterfür Schablonen-Exlibris, 1897, von Miss Waldron, findensich in der deutschen Zeitschrift »Dekorative Kunst«(München, I. 2. S. 87).

Ferner schuf der bekannte Maler Hans Thoma inFrankfurt a. M., nun Direktor der Kunsthalle in Karls-ruhe i. B., sowie Otto Köhler, Berlin, nach dein Vor-