Einleitung. 3
heimers" 1606: „Dann er sich ein schönes Emblemaerdacht und aufs Kupfer bringen lassen (von J. B. 1529),welches er vielen seinen Büchern nach Gelegenheitvornen und hinten inseriert" (E. L. Z. V. S. 43). Allejetzigen Exlibris-Schriftsteller von Bedeutung gebrauchennur mehr das Wort „Bibliothekzeichen", oder sagen:
2) „EXLIBRIS". Dieser Ausdruck rührt daher, dassdie Inschrift auf diesen Besitzzeichen mit den Worten„Exlibris" — folgt der Name des Besitzers im Genitiv —„aus den Büchern des . . . ., aus der Bibliothek des . . . ."beginnt. Diese kurze und praktische Bezeichnung istinternational geworden, auch sie findet sich in den Titelnder drei bestehenden Exlibris-Vereine, des englischen,deutschen und französischen, sowie in den Antiquariats-katalogen.
3) Als richtige Bezeichnung findet man auch hier undda: „BESITZZEICHEN" und „BUCHEIGNERZEICHEN".
4) Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt,dass auf 8 Exlibris der Familie von Hase in Leipzig deraltdeutsche Ausdruck „BUCH-ALMER" erscheint, da diesesWort dem Dr. Oskar von Hase bei seiner Beschäftigungmit dem mittelalterlichen Bibliothekswesen für Bibliothek-zeichen wiederholt vorgekommen war; „Almer" entstandaus armarium, eigentlich Bücherschrank, soviel als„wissenschaftlicher Waffenbehälter", Hauptausdruck fürdie mittelalterliche Bibliothek.
Im Englischen sagt man ausser Exlibris: Bookplates;im Französischen: Exlibris und marque de possessionoder de bibliotheque, im Holländischen: Exlibris, Boek-merken und Bibliotheck merken.
Man darf die Exlibris oder Bibliothekzeichen nichtmit den teils allegorisch, teils heraldisch ausgestatteten