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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
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4 Einleitung.

Buchdrucker- oder Verlegerzeichen" oderSigneten"verwechseln, die meistens auf den Buchtitelblättern,bei alten Werken auch manchmal am Schluss des Bucheseingedruckt sind ; sie bilden das persönliche Zeichen desDruckers oder Verlegers oder das seiner Anstalt undgehören zu jedem aus der gleichen Officin hervor-gegangenen Buche.

Auch darf man die meist kleinen typographischenZettelchen, die in den oheren oder unteren Ecken desinneren vorderen oder hinteren Einbands kleben, nichtfür Exlibris halten; dies sind Adressenangaben des Buch-binders, der das betreffende Buch gebunden hat.

Dagegen sind bei den Exlibris mit einschlägig diesogen.SUPEREXLIBRIS" Aussenbibliothekzeichen,die auf der äusseren Seite eines Bandes den Besitzerdadurch nennen, dass man dessen Wappen oder Namenoder Anfangsbuchstaben in Golddruck, Blinddruck oderpolychrom in den äusseren Deckel einpresste; künstlerischstehen die älteren Superexlibris meist nicht so hoch alsmanche Bibliothekzeichen des 16. und 17. Jahrhunderts;die Blütezeit der Deckelpressungen fällt in Deutschlandins 15- und 16. Jahrhundert, in Frankreich standen undstehen heute noch diesereliures" oderfer de reliures"in hohem Ansehen. Als gutes Beispiel sei hier (S. 5) dasSuperexlibris des Peter Vock von Rosenberg von 1608abgebildet, das den Besitzer in Rüstung mit demSchildbild auf dem Brustpanzer und der Rose als Helm-zier zeigt.

Nicht immer sind jedoch diese Deckelpressungen,z. B. im 16. Jahrhundert, auch Besitzzeichen; denn oft-mals, besonders bei Büchereinbänden Leipziger Herkunft,verzierte man die Deckel der Ledereinbände mit Porträts