2 Einleitung.
Sitte huldigen, der bereits ihre Vorfahren im 15. Jahr-hundert folgten, und die infolge ihrer nützlichen wiezierenden Eigenschaften volle Daseinsberechtigung hat.Wird die jetzt gerade rapide Steigerung in der An-schaffung eigener Exlibris naturgemäss wie bei allenepidemisch auftretenden Moden auch sicher wieder ihreMinderung finden, so wird docli im Allgemeinen der sonützliche Gebrauch, zu neuem kräftigem Leben erwacht,nunmehr für alle Zeiten fortbestehen, solange wir Bücherund namentlich Privatbibliotheken haben werden. Diegebräuchlichen und einzig richtigen Bezeichnungen fürunsere Blätter sind:
1) „BIBLIOTHEKZEICHEN", welcher Ausdruckseine Erklärung deutlich in sich birgt und den wir, latinisiert,schon im 18. Jahrhundert als „signum bibliothecae" vor-finden (Exlibris Magister Christian Gottlieb Steinberg,Breslau, 1762); im „Tagebuch eines deutschen Freiheits-kämpfers" von 1813—15 (E. L. Z. VII. S. 67) kommtdieser Ausdruck um 1840 zum ersten Mal in der Litte-ratur vor; auch der erste deutsche Exlibris-SchriftstellerHeinrich Lempertz d. Ae., 1853—65, gebraucht ihn aus-schliesslich.
Der manchmal vorkommende Ausdruck „Bücher-zeichen" ist eine moderne, ungenaue Erfindung, diesehr oft zu Verwechslungen mit „Buchzeichen = „Lese-oder Merkzeichen" führt, womit man diejenigen Blätterbezeichnet, welche man in ein Buch da einlegt, wo manbeim Lesen stehen geblieben ist.
In früheren Zeiten sagte man: Sich ein „Wappen"oder ein „Kupfer" (= Kupferplatte, Kupferstich) machenlassen. Hans Imhof sagt in seinem „Theatrum virtutiset honoris" oder „Tugendbüchlein" Willibald Pirck-