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1 (1925) Das Bild der Antike bei den Deutschen
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der beiden übrigen in Rom einzog. Als er auf Widerstand stieß, ergriff er eineFackel und drohte Feuer anzulegen: da ließ man ihn ziehen. Am esquilini-schen Forum, wo heute St. Maria Maggiore liegt, stießen die Angreifenden aufdie von Marius gesammelten Truppen. Schon waren sie im Weichen, als Sulla,einen Adler in der Hand, sie nochmals vorwärts führte, während von der Suburaher seine in die Stadt eingerückte Reserve die Flanke der beim Tempel derTellus standhaltenden Gegner bedrohte. Da zog Marius sich gegen das Ka-pital zurück: ein Aufruf an die Sklaven mit der Verheißung der Freiheit füralle, die sich ihm anschließen würden, zeigte nur, daß seine Sache verlorenwar. Die Flucht rettete ihn und die übrigen Führer. Zwischen Esquilin undCaelius herabsteigend, zog Sulla die Via sacra entlang nach dem Forum. Einestrenge Proklamation verhinderte Plünderung; die Legionen lagerten abendsauf dem Forum oder in dessen Nähe; die beiden Konsuln machten in der Nachtdie Runde. Am folgenden Morgen wurden die Tribus versammelt, denen Sulladie Beweggründe seines Handelns erklärte; dann begaben sich die Konsuln indas Senatshaus. Ein Senatsbeschluß ächtete Cajus Marius, Sulpicius, zehnandere: der Pontifex Q. Mucius Scävola war der einzige, der für den greisenBesieger der Kimbrer aufstand. Alle waren auf der Flucht. Sulpicius wurdeauf seiner Villa bei Laurentum ermordet, sein Haupt auf der Rednerbühne desForum aufgesteckt. Cajus Marius, durch die Porta Trigemina nach Ostiaentflohen, entkam nur nach einer Reihe von Gefahren, die ebenso berühmtgeworden sind wie seine Schlachten. In Ostia und am Vorgebirge der Circeentging er mit Not den Verfolgern. Am Ufer des Liris, nicht weit von dessenMündung, wo die gewaltigen Trümmer einer Wasserleitung auf die LageMinturnaes deuten, sieht man das versumpfte Ufer, aus dessen Schilf undSchlamm der Flüchtling hervorgezogen ward, nur durch einen kimbrischenSklaven, dem der Greis Schrecken einflößte, und durch die Scham der Magistrateder Stadt vom sicheren Tode gerettet, bis er in Afrika eine Zuflucht fand.(Alfred von Reumont, Geschichte der Stadt Rom, 1867.)

DER KRIEG GEGEN DIE HELVETIER.

Als Cäsar vernahm, daß die Helvetier, denen Rom nur durch Cassius' Nieder-lage und abgedachte Beleidigung bekannt war, oben an der Provinz herziehen,um sich nordwestwärts niederzulassen, hielt er für gut, ihre Unternehmungenmit genügsamer Macht zu beobachten, übergab das Heer bei Gent seinem Le-gaten Labienus, eilte nach Italien, hob zwei Legionen, führte drei aus den Win-terlagern, war schnell wieder in Piemont, vertrieb durch Gewalt und Schreckendie Centronen, Garocelen und Caturiger aus den Pässen ihrer Alpen, durchzogmit mehr als dreißigtausend Mann Vokontien und Allobrogien, ging im Se-gusianischen über den Fluß Rhodan, und erschien im Rücken des helvetischenHeeres. Da kamen die Gesandten der Häduer von Bibracte und Ambarrenund von Landgütern viele Allobrogen mit Klage, weil die Helvetier (durchNot gedrungen) Lebensmittel wegnahmen, Städte eroberten und Kinder inGeiselschaft mit sich führten; dieses taten sie, wo die Vorsteher den Paß ver-sagten, vieles aus Mangel an genügsamer Manneszucht. Die Häduer wohnten

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