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1 (1925) Das Bild der Antike bei den Deutschen
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oberte, Italien bedrohte. Sulla, in jenem Jahre (666) Konsul, wurde mit demOberbefehl gegen Mithridates betraut. Bevor er diesen Krieg begann, wollte erden italischen Aufstand beenden, der sich nur noch auf Samnium beschränkteund nicht mehr von langer Dauer sein konnte. Als er aber nach mehreren Er-folgen wider die zu Paaren getriebenen Bundesgenossen gegen Nola im Lagerstand, brachte sein alter Gegner, zugleich der Gegner der Optimatenpartei,welche in Sulla einen ihrer vornehmsten Repräsentanten sah, es dahin, daßihm selber durch einen Volksbeschluß an des letzteren Stelle die Kriegführunggegen den König von Pontus übertragen wurde, in gleichem Maße ein Unrechtwie eine persönliche Beleidigung. Gleichzeitig zielten verschiedene, ebenso wiedie eben genannte, durch den Volkstribunen P. Sulpicius Rufus beantragte Maß-regeln dahin, die Verfassung durch Zulassung der Neubürger und Freigelasse-nen zum Stimmrecht in allen fünfunddreißig Tribus völlig zu demokratisieren,und den Schwerpunkt von den alten Vollbürgern hinweg in die Masse der Neu-aufgenommenen zu verlegen.

Die Adelspartei war nicht gesonnen, ihre Stellung gutwillig aufzugeben. IhreGegner, die über eine starke und entschlossene Schar von Bewaffneten ver-fügten, scheuten nicht, es zum offenen Kampfe kommen zu lassen. Wie esunmittelbar nach dem großen Siege über die Kimbern auf den raudischenFeldern in Rom stand, ist berichtet worden. Unter Marius' sechstem Kon-sulat im Jahre 654 war schon Anarchie eingerissen. Die folgenden Jahrehatten ungeachtet der Kriege in und außer Italien in den Gesinnungen derParteien und ihrer Stellungen zueinander nichts gebessert, sodaß die Krisis,wie sie jetzt eingetroffen, unvermeidlich gewesen war. Die Stadt war in wil-dem Tumult, man focht auf dem Forum mit Steinen und Prügeln, als Sulpicius,durch die Dolche seiner Anhänger gegen die Opposition der alten Bürgerschaftgeschützt, seine Maßregeln durchsetzte. Die beiden Konsuln Sulla und QuintusPompejus Rufus sahen, daß sie in der Stadt der Macht der Gegenpartei nichtgewachsen waren, und eilten ins Lager, sich auf ihre Truppen zu stützen.Pompejus hatte seinen Sohn, Sullas Eidam, vom Pöbel morden gesehen, undSulla selbst hatte in seines Gegners Marius Wohnung, nahe am Forum, Schutzgesucht. Das Heer war leicht gewonnen. Bald vernahm man in der Stadt,Sulla nähere sich mit sechs Legionen. Dies hatten die Gegner nicht erwartet.Unterhandlungen halfen nicht: Sulla erklärte, er werde dem Senat gehorsamen,wenn man ihm freie Verhandlung im Marsfelde sichere, aber er setzte seinenMarsch fort. Marius und Sulpicius bewaffneten das niedere Volk, während dieMasse des Ritterstandes zu ihnen hielt. Schon hatte das Heer den fünftenMeilenstein erreicht, als der Senat, durch die Partei des Marius terrorisiert,noch unterhandeln zu können glaubte. Sulla aber eilte, sich der Hochebenezu versichern, wo der Wall des Servius Rom schützt. Der Vortrab drang durchdie Porta Collina in die Stadt ein, welche nie ein Bürgerheer betreten hatte:im Inneren flogen Ziegel und Steine von den Dächern auf die Truppen herabund hemmten ihren Marsch. Pompejus rückte mit einer der Legionen nach,eine zweite versicherte sich der Porta Caelimontana, eine dritte umging denAventin und besetzte die sublicische Brücke. Die vierte Legion blieb auf demesquilinischen Felde außerhalb der Mauer stehen, während Sulla an der Spitze

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